Der im April 1875 gegründete Chor, bald als"Männerchor Laetitia" bekannt und im Jahr 1988 in "Niedersachsenchor Hannover" umbenannt, wurde von 1947 bis 2000 vom Chordirektor (ADC) Wilfried Garbers geleitet und konnte mit vielen großen Auftritten im In- und Ausland sein Können unter Beweis stellen. Zahlreiche Konzertmitschnitte, Plattenaufnahmen, MCs und CDs zeugen von dieser erfolgreichen Zeit.
Im Jahr 1996 wurde innerhalb des Chores ein kleinerer Chor gegründet, der mit anderem Repertoire Nachwuchs für den großen Chor werben sollte. Die A-capella-Gruppe bestand in den ersten Jahren aus 8-13 mehr oder weniger jungen Männern und hatte noch keinen eigenen Namen (außer: "kleiner Chor", "Kinderchor" usw.). Unter den Gründungsmitgliedern waren drei Sänger, deren Vorname mit einem "W" begann. Man nahm also W W W =Internet und INTERMEZZO =musikalisches Zwischenspiel und bildete daraus den Namen "InterNezzo". Dieses Wort wurde jedoch immer als Schreibfehler für Intermezzo angesehen, so daß jetzt das "N" groß und kursiv geschrieben wird.
Da die Zahl der jederzeit verfügbaren Sänger für die verschiedenen Auftritte damals stets am unteren Ende angesiedelt, und beim Fehlen von 2-3 Sängern ein Auftritt schon gefährdet war, überlegte man, ob der InterNezzo aufgelöst oder in der Zusammensetzung verändert werden sollte. Man entschied sich im Februar 2003 für die zweite Möglichkeit und öffnete den "kleinen" Chor für Frauen. Es meldeten sich spontan fast 30 Sängerinnen. Mittlerweile hat sich die Chorbesetzung auf 18 Sängerinnen und Sänger eingependelt, wobei in allen Stimmen noch deutlich aufgestockt werden könnte.
Im Jahr 2001 übernahm der Chorleiter und Stimmbildner Ludwig E. Theis den Niedersachsenchor und führte ihn gleichfalls mit gehobenem musikalischem Anspruch durch die verschiedenen Stilrichtungen der Chorliteratur, wie es die langjährigen „Fans“ des Chores gewohnt waren. Es wurden natürlich auch mehrstimmige Lieder eingeübt, die man in geselliger Runde singen kann. Als ein Chor der Hannoverschen Chorgemeinschaft war die Mitwirkung bei großen orchestralen Werken eine Selbstverständlichkeit.
Mit dem Deutschen Requiem von Brahms beendete Ludwig Theis Ende 2008 seine sehr erfolgreiche Zeit beim Niedersachsenchor.
Im Januar 2009 übernahm die Chorleiterin Ioana Calomfirescu den Niedersachsenchor mit seinen beiden Sparten. Wir probten mit großer Freude auch musikalische Stücke, die bisher noch nicht zu unserem Repertoire gehörten. Zum 01. September 2009 wechselte Ioana aus beruflichen Gründen an das Opernhaus in Linz/Österreich.
Im September 2009 wurde Sascha Davidovic der Chorleiter des Niedersachsenchores.
Die letzten Auslandsreisen führten im April 2005 nach Poznan / Polen, um bei Händels „Samson“ mitzuwirken, und vom 09. bis 12. September 2005 nach Simpelveld / Holland, um bei dem Konzert zum 100jährigen Jubiläum des seit über 50 Jahren mit uns befreundeten "Mannenkoor David" einen Programmabschnitt zu übernehmen und unsere 50jährige Chorfreundschaft zu feiern. Vom 15. bis 18. Mai 2009 fuhren wir auf Einladung des MGV Altmünster/Traunsee in Österreich zum 120-jährigen Gründungsfest. Neben einem Auftritt zu diesem Sängerfest konnte man wieder alte Verbindungen auffrischen.
Der Niedersachsenchor Hannover trat bisher regelmäßig (alle 2-3 Jahre), zusammen mit einigen gemischten Chören als “Hannoversche Chorgemeinschaft” auf, um große Werke mit Orchester und Solisten aufführen zu können. Als Beispiel seien hier nur von Friedrich Händel der “Samson” und der “Messias” genannt, oder “Fausts Verdammung” von Hector Berlioz und Mozarts “Requiem”.
Auch wenn wir dann als Chor mit ca. 100 Sängerinnen und Sängern auftreten, so sind wir dennoch alle Laiensänger, von denen nicht jeder vom “Blatt singen” kann. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, aber sehr hilfreich, um bei uns mitsingen zu können.